Die Orthopädie

Handbuch der Kinderheilkunde
Ein Buch für den praktischen Arzt

Herausgegeben von
Prof. Dr. M. Pfaundler und Prof. Dr. A. Schlossmann

V. Band (Erster Ergänzungsband)
Chirurgie und Orthopädie im Kindesalter

von
Professor Dr. Fritz Lange und Priv.-Doz. Dr. Hans Spitzy

Leipzig
Verlag von F. C. W. Vogel
1910

Kapitel
Thoraxdeformitäten
Von Prof. Dr. Fritz Lange - München.

Unter
II. Die Trichterbrust
auf Seite 157:

“ ... Den besten Erfolg sahen wir von der Wirkung des luftverdünnten Raumes.

Wir setzten eine Glasglocke über die eingesunkenen Partie und stellten durch eine Luftpumpe einen luftleeren Raum in derselben her. Dabei konnte man deutlich die sofortige Hebung des Trichters feststellen.

Die Technik der Methode ist etwas schwierig, weil die Glasglockenwand schwer den unebenen Flächen der vorderen Thoraxwand anzupassen ist. Uns gelang die Anpassung dadurch, daß wir einen dicken Ring aus Unnaschem Zinkleim zwischen Glas und Thoraxwand einschalteten.”

 

 

 

 

 

Handbuch der Kinderheilkunde
Ein Buch für den praktischen Arzt

Herausgegeben von
Prof. Dr. M. Pfaundler und Prof. Dr. A. Schlossmann

Band 8
Orthopädie im Kindesalter

von
Hofrat Prof. Dr. Hans Spitzy
Wien

unter Mitwirkung von
Geh. Hofrat Prof. Dr. Fritz Lange
München

3., völlig umgearbeitete und vermehrte Auflage
1930
Verlag von F. C. W. Vogel in Leipzig

Kapitel
Verbiegungen der Wirbelsäule
(Geh. Hofrat Professor Dr. Fritz Lange, München).

Unter
7. Die Trichterbrust
auf Seite 197:

“ ... Den besten Erfolg sahen wir von der Wirkung des luftverdünnten Raumes.

Wir setzten eine Glasglocke über die eingesunkenen Partie und stellten durch eine Luftpumpe einen luftleeren Raum in derselben her. Dabei konnte man deutlich die sofortige Hebung des Trichters feststellen.

Die Technik der Methode ist etwas schwierig, weil die Glasglockenwand schwer den unebenen Flächen der vorderen Thoraxwand anzupassen ist. Uns gelang die Anpassung dadurch, daß wir einen dicken Ring aus Unnaschem Zinkleim zwischen Glas und Thoraxwand einschalteten.”

 

 

 

 

 

 

Lehrbuch der Orthopädie

Herausgegeben von
Dr. Fritz Lange
O. Ö. Professor an der Universität München

Zweite, umgearbeitete Auflage
Jena
Verlag von Gustav Fischer
1922

Kapitel F.
Deformitäten der Wirbelsäule
Von Hofrat Professor Dr. H. Spitzy

Unter
Thoraxdeformitäten
Die Trichterbrust
auf den Seiten 339 und 340:

“ ... Die Behandlung der Trichterbrust war bis jetzt keine sehr aussichtsreiche.

Jedenfalls wird man auch hier durch die Förderung der Brustatmung das eingefallene Brustbein heben können, doch wird dabei die Wirkung immer eine ziemlich begrenzte sein, ebenso wie man durch kräftige Exspiration (Trompetenblasen) nur einen allgemeinen, aber keinen örtlichen Erfolg wird erreichen können.

Den besten Erfolg sah Lange in der Wirkung des luftverdünnten Raumes. Aufsetzen einer Glasglocke über die eingesunkene Partie und Herstellung eines luftleeren Raumes unter derselben mittels Pumpe. “Dabei konnte man deutlich die sofortige Hebung des Trichters feststellen.” Die Anpassung der Glasglocken, als welche etwa die von Perthes für die Empyembehandlung empfohlenen oder die bei Brustdrüsenabszessen gewöhnlich verwendeten in Gebrauch genommen werden können, kann dadurch erleichtert werden, daß man einen Kautschukring oder, wie Lange angibt, eine Ring von Unnaschem Zinkleim zwischen Glas und Thoraxwand einschaltet. ...”

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